Daytona 24HR – Der Versuch eines Rückblicks

#Special Events

Geschrieben von Christian Seelemann | 27.1.2021

Es war das erste Special Event des iRacing Jahres. Es war das Daytona 24HR Rennen. Aber vor allem war es ein Event voller Pleiten Pech und Pannen. Dies ist unsere Retrospektive.

Es war einmal ein kalter Januartag im Jahre 2021. Schier sibirische Kälte welches scheinbar selbst die stärksten Server erfrieren lässt übermannt uns Simracer. Anders lässt es sich zumindest kaum erklären, was an diesem Samstag Nachmittag vorgefallen ist.

14:00 Uhr unserer hiesigen Zeit sollten die Server des 2021er Daytona 24HR Events an den Start gehen. Tausende Teams und gar abertausende Fahrer sitzen mit Wochenlanger Vorbereitungszeit in den Knochen in den heimischen Cockpits. Doch dann… nichts. Verwirrtes starren auf den nicht auftauchenden Join Button. Forum Helden etlicher Nationen tippen sich die Finger Wund mit Sätzen wie: „Alter was los?“. Doch nichts war los. Die bereits angesprochene Eiszeit ließ die Server wohl nicht zum laufen bringen. Eine halb Stunde banges warten. Eine Stunde. Nach 1,5 Stunden dann die Hiobsbotschaft der Arktisforscher aus dem Hause iRacing: „Ey jo. Der Server ist eingefroren. Wir versuchen ihn aufzutauen. In der nächsten Stunde, oder so ähnlich“. (Zitat ohne Gewähr).

90 weitere Minuten flogen vorbei. Alle Familienväter und Ehemänner unter den Simracern wurden nun endgültig nervös. Muss ich nun doch Zeit mit „denen“ verbringen? Doch dann… die ersten Join Buttons sollten Gerüchteweise erschienen sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte zwar noch niemand einen auf Bild oder Band erwischt, doch war es ein Hoffnungsschimmer.

Achja, gefahren wurde auch, irgendwie

19:15… 4 Stunden und 30 Minuten verspätet war es dann soweit. Das Daytona 24HR sollte tatsächlich starten. Und wie es für die violetten Pfeile los gehen sollte. Kim setzte den Dallara LMP2 auf die zweite Startposition. Auf einen Schlag waren alle wieder wach. Oder nüchtern. Oder beides.

Und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute. Das würde ich an dieser Stelle zumindest gerne anbringen. Doch was in den nächsten 24 Stunden passieren sollte war nicht gerade das, was ein Englischprofi als „The yellow from the Egg“ bezeichnen würde.

Kim, welcher das Auto nach einem kleinen Ausritt immerhin noch als sechster übergab, musste mit ansehen wie das Unheil seinen Lauf nahm. Kaum war Christian im Auto, dauerte es 1,05 Runden bis er in Turn 1 von hinten brutalst penetriert worden ist. Da hatte wohl ein LMP Kollege die Bremse mit der Kupplung verwechselt. Naja was solls, Shit Happens und so.

Doch dabei sollte es nicht bleiben. Also beim Shit Happens schon. Nur nicht beim Pech. GT3 Autos. Von Natur aus langsamer in den Kurven als ein LMP2. Doch fast stehend? Das kam dann doch etwas überraschend und so blieb dann nur der beherzte Ausritt ins grüne. Das funktioniert aber meist auch nur bei stehenden Zeitgenossen. Stehend war nicht die richtige Beschreibung für das Fahrzeug welches sich genau vor uns zu drehen vermochte um scheinbar den selbst gewollten Exitus herbei zu führen.

Daytona 24HR – Erst warten, dann warten

Das sind nur wenige Beispiele von den Abenteuern welche uns widerfahren sind. Ghost Contacts und weiteren spaßigen Zeitvertreib ersparen wir euch hier. Denn das waren einige. Nicht mal an einer Hand abzuzählen. Egal ob Kim, Christian, Peer, Felix oder Rudi am Steuer saßen.

So wurde aus dem Warten vor dem Start auch das warten nach dem Start. Egal ob Tow oder Repair. Gefahren wurde über eine Stunde gar nicht. So ist es auch müßig zu erwähnen, dass wir ohne diese Pausen wohl den zweiten Platz behalten hätten. Stattdessen schauen wir nach vorne und hoffen auf bessere Events. Mit wärmeren Servern und weniger Shit Happens.

Bis dahin, eure violetten Pfeile.

(Achja, das Replay lies sich natürlich auch nicht speichern. Zu kalt und so. Daher sorry für den wiederholenden Screenshot)